Wozu ein Bautagebuch da ist
Auf einer Baustelle passiert jeden Tag etwas, das später Geld kostet oder Geld bringt: Der Beton kommt zu spät, der Vorunternehmer ist nicht fertig, der Bauherr will eine Wand doch an anderer Stelle. Wer das am selben Tag aufschreibt, kann es Monate später noch belegen. Wer es nicht aufschreibt, steht im Streit mit seiner Erinnerung gegen die des anderen.
Das Bautagebuch ist darum zuerst ein Beweismittel. Es hilft beim Abrechnen von Nachträgen und Regiestunden, bei längeren Fristen wegen einer Behinderung, bei der Abnahme und bei Mängelrügen Jahre nach dem Bau. Daneben ist es das Gedächtnis des Betriebs: Wer eine Baustelle übernimmt, sieht in wenigen Minuten, wo sie steht.
Was hinein gehört, und wo es in der App steht
Eine feste Vorschrift für den Inhalt gibt es nicht. In der Praxis hat sich eine Liste durchgesetzt, die jeder Bauleiter kennt. Wir haben Bautagebuch24 nach genau dieser Liste gebaut, deshalb steht hinter jeder Angabe das Feld, in dem sie landet.
- Datum und Baustelle: Jeder Tagesbericht gehört zu einer Baustelle und einem Tag.
- Wetter: Temperatur, Wetterlage, Regen und Wind, in der App automatisch um 7, 12 und 16 Uhr für den Ort der Baustelle.
- Personal: Name, Funktion und Stunden jeder Person, im Feld Personal.
- Geräte: Bagger, Kran oder Rüttelplatte mit Einsatzstunden, im Feld Geräte.
- Material: Lieferungen mit Menge und Lieferschein, im Feld Material.
- Leistungen: was heute gebaut wurde und wo genau, im Feld Leistungen.
- Behinderungen: was den Ablauf gestört hat, seit wann und mit welcher Folge, im Feld Behinderungen.
- Anordnungen, Besuche und Besonderes: im Feld Bemerkungen.
- Fotos: mit Datum und Uhrzeit am Bild.
- Abschluss: wer den Bericht abschließt, auf Wunsch mit Unterschrift von Bauherr oder Bauleitung.
Wer das Bautagebuch führt
Beim ausführenden Betrieb schreibt meist der Polier oder Vorarbeiter, weil er den ganzen Tag vor Ort ist. Die Bauleitung liest mit und ergänzt. Auf der Seite des Bauherrn führt oft der Architekt oder Ingenieur ein eigenes Bautagebuch, als Teil der Objektüberwachung.
Beide Bücher haben ihren Wert. Kommt es zum Streit, liegen oft zwei Berichte über denselben Tag auf dem Tisch. Dann zählt, welcher genauer ist, früher geschrieben wurde und mit Fotos belegt ist.
Papier, Excel oder App
Das klassische Bautagebuch ist ein Block mit Durchschlag im Bauwagen. Das klappt, solange jemand jeden Abend schreibt, das Wetter nachschlägt und die Fotos vom Handy irgendwo ablegt. Genau daran scheitert es im Alltag: Der Block bleibt liegen, die Fotos landen im Chat, das Wetter fehlt.
Eine App nimmt die Arbeit ab, die keiner gern macht. In Bautagebuch24 steht das Wetter schon drin, Fotos tragen Datum und Uhrzeit, Kolonne, Geräte und Material übernehmen Sie vom Vortag. Der Polier tippt oder diktiert nur noch, was heute anders war, und schließt den Bericht ab.
Wie lange Sie es aufheben
Ein Bautagebuch brauchen Sie, solange jemand Ansprüche aus der Baustelle stellen kann. Mängelansprüche bei einem Bauwerk verjähren nach BGB in fünf Jahren ab Abnahme, nach VOB/B in vier Jahren, wenn der Vertrag nichts anderes sagt. Wir raten, das Bautagebuch mindestens bis zum Ende dieser Fristen aufzuheben, besser länger.
Digital ist das einfach. Mit dem Gesamtexport laden Sie alle Berichte und Fotos als ZIP herunter und legen sie ab, wo Sie wollen.